Breit gefächerte Markenaufgaben

Die in den letzten Jahren betreuten Markenmandate sind unterschiedlichster Art, wie auch die Markensituationen in den Unternehmen verschiedener nicht sein könnten. Die vorgestellten Cases zeigen ein Spektrum von Markenaufgaben aus Industrie, Konsumgüter und Dienstleistungen.

Dachmarkenkonzept für einen Mischkonzern

Für Bucher Industries, einem weltweit tätigen Industriekonzern, von dem nur noch die Wurzeln sich in der Schweiz befinden, wurde mit einem Dachmarkenkonzept nach innen und aussen die gemeinsamen Werte und Geschäftsprinzipien und damit die Zusammengehörigkeit der verschiedenen Divisionen deutlich gemacht.

Die bereits starke Marke Raiffeisen radikal modernisiert.

Zwar bleibt das lokal verwurzelte Retailbanking weiterhin die Grundphilosophie der Raiffeisenbanken, aber das Dienstleistungsspektrum wird mit dem Private Banking markant erweitert und das Filialnetz in die grossstädtischen Räume ausgedehnt. Der visuelle Auftritt muss dies signalisieren, neu auch ein urbanes Publikum ansprechen aber gleichzeitig dem Millionen-grossen Stammpublikum weiterhin Vertrauen vermitteln.

Luxusmarken brauchen kontinuierliche Pflege

Das 5-Sterne Hotel Suvretta House hat in St. Moritz seinen festen Platz unter den Luxushäusern. Aufgrund der zunehmenden Mobilität ist jedoch die Konkurrenz aus exotischen Destinationen stetig gewachsen, was nach einem prägnanteren Markenauftritt mit verstärkter Kommunikation rief.

Die stärkste Produktmarke für den Konzern

Beim Zürcher Medienkonzern ist die seit über 200 Jahren erscheinende NZZ die eigentliche "Raison d'être". Entsprechend klar war, dass im Konzernnamen das Kürzel NZZ weiterhin Bestand haben soll, auch wenn die Zeitung nicht mehr den grössten Deckungsbeitrag in der Konzernrechnung bringt.

Mit einer Mehrmarkenstrategie höhere Marktanteile

Nicht immer ist die beliebte Monomarkenstrategie der richtige Weg. Bei der Westermann Gruppe für Bildungsmedien bestanden starke Marken wie Schrödel, Diesterweg, Schönigh und Winklers, deren Profile wieder deutlicher herausgearbeitet und mit entsprechenden Redesigns visualiert werden mussten .

Dass Marken in der Konsumgüter- und vor allem Luxusgüterbranche wichtig sind, ist unbestritten. Weniger geläufig ist, dass auch in der Industrie Marken je länger je wichtiger sind. Gerade hier, wo für Aeusserlichkeiten des Produktdesigns oft weniger Spielraum besteht, die Unterschiede in den technischen Eigenschaften manchmal nur noch verschwindend klein sind, bieten Marken die Chance Produkte zu kennzeichnen und mit emotionalen Werten aufzuladen. Auch die Beschaffungsmanager in den Produktionsunternehmen haben eine Seele und einen Bauch. Empirische Erhebungen haben gezeigt, dass starke Industrie-Marken bei technisch vergleichbaren Produkten eine Preisprämie von über 10 % erzielen können.

You never get a second chance to make a first impression.

Volksmund